Die Därme
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Die Darmflora

Als Darmflora oder intestinale Mikrobiota bezeichnet man die Gesamtheit von 1014 Bakterien und anderen nicht-pathogenen Mikroorganismen (Viren, Pilze, Hefen), die unseren Dünndarm und Dickdarm besiedeln. Es handelt sich um ein regelrechtes Ökosystem von 160 verschiedenen Arten dieser Mikroorganismen mit jeweils einer spezifischen Funktion und Eigenschaft, die für die Gesundheit eine wichtige Rolle spielen.

Bei dem Fötus ist der Darm steril. Die Besiedlung seines Verdauungstraktes beginnt bei der Geburt, wenn sie auf natürlichem Weg erfolgt, durch den Kontakt mit der Vaginalflora der Mutter. Die Mikrobiota eines Kindes erreicht ihre Reife nach etwa 2 Jahren. Obwohl sich diese Flora an verschiedenen Stellen des Verdauungstraktes stark unterscheidet, bleibt sie für dieselbe Person ein Leben lang sehr stabil und ist absolut einzigartig (wie Fingerabdrücke). Sie stellt in gewisser Weise einen bakteriellen Ausweis dar!

Die Rolle der Darmflora ist vielfältig: Immunabwehr (durch Bildung einer Darmbarriere, die das Eindringen schädlicher Elemente in die Blutbahn verhindert), Mitwirkung bei Verdauung und Darmpassage, Synthese lebensnotwendiger Substanzen wie der Vitamine K, B12 und B8, um nur einige zu nennen.

Das Gleichgewicht, die Reichhaltigkeit und Stärke unserer Darmflora bestimmen maßgeblich unseren Gesundheitszustand. Sie ist ein wesentliches Element, wenn es um die natürliche Gesundheit geht, und um sie zu schützen, sollte man möglichst viele frische Bio-Produkte, wenige oder gar keine raffinierten Produkte (einschließlich Zucker), möglichst wenig Zusatzstoffe und industrielle Lebensmittel, laktofermentierte Lebensmittel wie Kefir, Kombucha, sowie laktofermentiertes Gemüse und Tofu essen. Man sollte sich vor Augen halten, dass die Bakterienflora das Gleiche isst, was wir essen! Um ein guter „Wirt“ für dieses Ökosystem zu sein, sollten wir es mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln versorgen.

 

Was passiert bei einer Dysbiose, d. h. einem Ungleichgewicht?

Bestimmte Lebensereignisse (emotionale Schocks, plötzliche Trauerfälle usw.) können die Flora ernsthaft beeinträchtigen, ebenso wie die Einnahme von Antibiotika, die einen Teil der Darmflora zusammen mit pathogenen Bakterien zerstören, oder auch denaturierte und tote Nahrung. Die Azidose (ein Säuregehalt des Gewebes, der höher ist als normal) wirkt sich ebenfalls auf die Qualität und Zusammensetzung unserer Darmflora aus.

Schon das kleinste Ungleichgewicht der Flora führt zu Funktionsstörungen des Körpers. Hier haben viele Autoimmun- und Entzündungskrankheiten ihre Ursache.

Eines der häufigsten Ungleichgewichte ist auf die Bakterie Candida Albicans zurückzuführen, die sich manchmal zum Nachteil anderer Bakterienarten anormal ausbreiten kann: Man spricht von einer Candidose. Dies führt zu entzündlichen Verdauungsproblemen, Blähungen, Konzentrationsschwierigkeiten, unkontrollierbarem Heißhunger auf Zucker, Hautproblemen usw.

Entzündliche Darmerkrankungen wie der Morbus Crohn werden ebenfalls mit einer gestörten Mikrobiota in Verbindung gebracht. Neueste Forschungen neigen sogar dazu, neuropsychiatrische Erkrankungen darauf zurückzuführen.

Darm-Durchlässigkeit

Um die Durchlässigkeit des Dünndarms zu begreifen, muss man sich vor Augen führen, wie der Dünndarm aufgebaut ist. Die Wand des Dünndarms (der, wie bereits erwähnt, 6 bis 7 Meter lang ist) besteht ganz einfach aus mehreren Schichten, die alle eine spezifische Rolle spielen, darunter die Schleimhaut, die alles herausfiltert, was im Darm ankommt: Nährstoffe, Abfallprodukte, unverdauliche Substanzen, abgestorbene Zellen usw.

Normalerweise werden die Nahrungsmittel, wenn sie gut gekaut wurden und die Verdauungssäfte ihre Arbeit ordnungsgemäß verrichtet haben, in so winzige Nährstoffe zerlegt, dass sie durch die Dünndarmschleuse ins Blut gelangen, von wo aus sie in alle Zellen geschickt werden, die sie benötigen. Die Abfallprodukte bleiben im Darm zurück und werden mit dem Stuhl ausgeschieden.

Die Zellen, die eine Filterrolle spielen, werden dichte Zellverbindungen genannt. In einem gesunden Darm sind sie so platziert, dass sie nur für die Nährstoffe durchlässig sind. Bei Porosität des Darms geben diese Zellen nach und lassen größere Moleküle passieren, was sie nicht sollten, inklusive anderer Substanzen als Nährstoffe: Auf diese Weise entstehen Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten und plötzlich verträgt man etwas nicht mehr, das man vorher problemlos essen konnte!

Woher kommt dieses Phänomen?

Die dichten Zellverbindungen werden durch längerfristige Aufnahme von Nahrungsmitteln und nicht-physiologischen Substanzen progressiv geschädigt: Pflanzenschutzmittel, schlecht durchgekaute, industriell verarbeitete, zu stark gekochte oder modifizierte Nahrung, Farbstoff, Zusätze usw. Summa summarum all das, was die Natur nicht für unseren Verdauungsapparat vorgesehen hat. Diese Substanzen reizen den Darm, bringen unsere Darmtätigkeit außer Kontrolle und schaffen so das Phänomen einer chronischen Entzündung.

Zum Glück ist es möglich, die Uhr zurückzudrehen, indem man sich für eine gesundere Ernährung entscheidet, alle schädlichen Produkte ausschließt und Nahrung vorzieht, die Darmwände heilt, wie beispielsweise Aloe Vera-Saft oder Blaubeeren. Es ist auch sehr hilfreich, sich mit seiner Darmflora zu beschäftigen.  

Intestinale Hypermeabilität

Um die intestinale Hypermeabilität zu begreifen, muss man sich vor Augen führen, wie der Dünndarm aufgebaut ist. Die Darmwand des Dünndarms (dieser ist 6 bis 7 Meter lang) besteht aus mehreren Schichten mit spezifischen Funktionen, darunter die Schleimhaut, deren Aufgabe es ist, alles, was den Darm passiert, zu filtern: Nährstoffe, Abfälle, unverdauliche Stoffe, tote Zellen usw.

Normalerweise werden Lebensmittel, wenn sie richtig gekaut wurden und die Verdauungssäfte ihre Arbeit verrichten konnten, in Nährstoffe umgewandelt, die klein genug sind, um durch die Darmbarriere und ins Blut zu gelangen, wo sie dann zu allen Zellen transportiert werden, die sie benötigen. Abfallstoffe hingegen verbleiben im Darm, um mit dem Stuhl ausgeschieden zu werden.

Die Zellen, die als Siebe fungieren, werden als Tight Junctions (dichte Verbindungen) bezeichnet. In einem gesunden Darm sind sie perfekt aufeinander abgestimmt, sodass nur Nährstoffe durchgelassen werden. Im Falle einer intestinalen Hypermeabilität (oder Porosität) werden diese Zellen jedoch lockerer als gewöhnlich und lassen größere Moleküle durch als sie sollten, einschließlich anderer Substanzen als Nährstoffe. Auf diese Weise entstehen Intoleranzen und Nahrungsmittelallergien, und plötzlich verträgt man etwas nicht mehr, was man früher problemlos gegessen hat!

Warum tritt dieses Phänomen auf? Die dichten Verbindungen werden allmählich durch die Aufnahme von Lebensmitteln und nicht-physiologischen Substanzen über einen langen Zeitraum hinweg beschädigt: Pestizide, schlecht gekaute Nahrung, industrielle, zerkochte oder abgewandelte Lebensmittel, Farbstoffe, Zusatzstoffe, Lebensmittel, gegenüber denen man unwissentlich intolerant ist usw. Kurz gesagt, die Natur hat nicht damit gerechnet, dass all das in unseren Verdauungstrakt gelangt. Diese Substanzen reizen und stören die Funktion unseres Darms und verursachen chronische Entzündungen.

Glücklicherweise ist es möglich, diese Tendenz umzukehren, indem man sich auf eine gesündere Ernährung ohne schädliche Produkte besinnt und bestimmte Lebensmittel bevorzugt, die sich besonders wohltuend auf den Darm auswirken, z. B. Aloe Vera-Saft oder Heidelbeeren. Darüber hinaus ist es sehr nützlich, sich mit seiner Darmflora zu beschäftigen.

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