Regeneration :
eine neue Vision für die Gesundheit

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Die Ursprünge

Kleine Geschichte des Hygienismus

Der Hygienismus hat Methoden entwickelt, mit denen wir unsere Gesundheit erhalten und wiedererlangen können: durch gesunde Lebensweise und ein respektvolles Verhältnis zur Natur.

Die Wurzeln dieser Methoden liegen in der Antike, in der sogenannten „Humorallehre“, die zur Zeit des berühmten Hippokrates entstanden ist. Schon damals wurden Gesundheitsprobleme auf eine Störung des Gleichgewichts der natürlichen „Säfte“ zurückgeführt, etwa auf die erschwerte Zirkulation von Körperflüssigkeiten (Blut, Lymphe etc.).

Der Hygienismus, wie wir ihn heute verstehen, entstand dann Anfang des 19.Jahrhunderts in den USA und erreichte wenig später Europa.

Auf die ersten Hygieniker (der bekannteste unter ihnen ist Dr. Herbert Shelton) geht der Begriff „Grund“ zurück: Damit ist die Gesamtheit der persönlichen Faktoren gemeint, die das „Gesundheits-Kapital“ einer Person bilden. Diesen Fundus erhält der Mensch zum Teil mit der Geburt. Es gibt aber auch andere Einflüsse: Dazu gehören die Vitalkraft, der energetische und psychologische Zustand, Stress, Reserven an Mineralstoffen usw. Der „Grund“ ist für die Hygieniker mit ausschlaggebend dafür, ob es zu einer Erkrankung kommt oder nicht. Sie sind überzeugt davon, dass ein Mensch durch seine Vitalkraft gesunden kann, mit minimaler Unterstützung von außen. Die Verfechter des Hygienismus haben immer aufs Neue bewiesen, dass die Beobachtung und Berücksichtigung der Naturgesetze von großer Wirksamkeit ist.

Die großen Hygieniker der letzten 100 Jahre haben alle ihren Beitrag zur Forschung und zum heutigen Kenntnisstand der Naturheilkunde geleistet. Hier einige wichtigen Namen:

Benedict Lust (1872–1945), einer der Pioniere der Naturheilkunde, Befürworter einer rigorosen Lebensweise (weder Tabak, Alkohol oder Koffein, maßvolle Ernährung), Hinwendung zur Phytotherapie und Homöopathie.

Dr. Paul Carton (1875–1947) bekräftigt, dass die wahre Ursache aller Krankheiten die Schwächung des Immunsystems ist, hervorgerufen durch ungesunde Lebensweise. Von ihm stammt die Formel „Die Mikrobe ist nichts, die Umstände sind alles.“

Norman Walker (1886–1985) ist einer der Pioniere von Rohkost und vegetarischer Ernährung. Er ist auch der Erste, der die wohltuende Wirkung von Fruchtsäften und frischem Gemüse erkannt und bekannt gemacht hat.

Dr. Herbert M. Shelton (1895–1985) vertritt die alkalische Diät. Eine ideale Ernährung besteht für ihn überwiegend aus Früchten, Nüssen, grünem Gemüse und Wurzeln, und das alles im Rohzustand: also eine Ernährung ähnlich wie die der Menschenaffen. Er befürwortet auch Trennkost.

Catherine Kousmine (1904–1992). In ihren Augen sind die vier Eckpfeiler gesunden Lebens eine gesunde Ernährung, Nährstoffzusätze, eine gesunde Darmflora und der Kampf gegen Übersäuerung.

Jean Seignalet (1936–2003) hat die „Signalet-Diät“ entwickelt, eine hypotoxische Diät, die alle industriell verarbeiteten Produkte sowie Gluten und Milchprodukte ausschließt. Mit diesem Verfahren hat er bei vielen Kranken Erfolge erzielt.

Irène Grosjean, Naturheilkundlerin, hat die Vorzüge vegetarischer und roher Nahrung bekannt gemacht. Ihrer Ansicht nach ist diese Ernährung am besten auf unser Verdauungssystem abgestimmt.

Dr. Robert Morse (geb.1931): Er ist Spezialist für die Entgiftung des Körpers und der Zellregenerierung. Er plädiert dafür, Ursachen zu bekämpfen und Fastenkuren durchzuführen. Dies hilft bei einer Umstellung auf regenerierende rohe Nahrung. Für ihn ist es wesentlich, das energetische Niveau zu betonen.

Die hygienische Sicht auf die Gesundheit

Der Hygienismus gründet auf der Überzeugung, dass die Natur ihre Sache gut macht. Der natürliche Zustand des Menschen ist es, gesund zu sein – Störungen sind durch ungesunde Lebensweise bedingt. Und das ist umkehrbar!

Von wesentlicher Bedeutung ist die Homöostase: die angeborene Fähigkeit des Körpers zur Selbstheilung. Diese Fähigkeit wird aktiviert, wenn die störenden Ursachen ausgeschaltet sind. Als Beispiele können Symptome wie Durchfall, Fieber oder Hautausschlag dienen: Wenn der Körper Beschwerden hat, dann setzt er spontan Mechanismen ein, die die Störung beseitigen. Ein weiteres Beispiel dafür ist die Fähigkeit zur Vernarbung. Die Hygieniker haben hohe Achtung vor der Vitalkraft des Körpers. Sie gilt ihnen als bestes Heilmittel – wenn nicht sogar als das einzige.

Die Hygieniker interessieren sich vor allem für die Ursachen einer Krankheit, die oft mit einer Störung des „Grundes“ einhergehen. Sie werden also durch äußere Faktoren hervorgerufen.

Für die Hygieniker gibt es verschiedene Störungsquellen:

  • Umweltverschmutzung
  • unnatürliche Verarbeitung von Lebensmitteln
  • Hautasphyxie
  • Bewegungsmangel
  • chemische und impfungsbedingte Verunreinigungen
  • neuro-psychischer Stress
  • elektromagnetische Verschmutzung

Angesichts dieser negativen Einflüsse hilft die Stimulierung der selbstreinigenden und selbstheilenden Fähigkeiten des Körpers. Dafür greift man auf verschiedene wirksame Mittel zurück: gesunde Ernährung, maßvolle Sonnenbestrahlung, reines Wasser, frische Luft, angemessene körperliche Aktivität, Ruhephasen, positives Denken und Gefühle wie Mut, Hoffnung, Begeisterung usw.

Der Hygienismus zielt nicht auf Symptome ab, er will mehr: Jeder soll autonom und für sich selbst verantwortlich sein, die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die Sorge um seine Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

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