Essen
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Die Mikro-Nährstoffe

Als Makro-Nährstoffe werden Proteine, Kohlenhydrate und Lipide bezeichnet. Die sogenannten Mikro-Nährstoffe hingegen umfassen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese kommen in sehr unterschiedlichen Mengen in den meisten Lebensmitteln vor, besonders jedoch in Früchten, Gemüse und Körnern. Anders als die Makro-Nährstoffe sind sie keine Energieträger. Für den Erhalt unserer Gesundheit sind sie jedoch unentbehrlich, da sie bei lebenswichtigen Körperfunktionen eine Rolle spielen. Wenn es an ihnen mangelt, kann es zu schweren Beeinträchtigungen kommen.

In unserer modernen Ernährung wird der Anteil der Mikro-Nährstoffe leider immer geringer. Dies liegt etwa an der industriellen Verarbeitung und der Genmanipulation. Kochen, Zusätze aller Art, Bestrahlung, Pasteurisation, Bearbeitung usw. vernichten einen großen Teil dessen, was in der Nahrung „lebendig“ ist: vor allem Vitamine, aber auch Mineralstoffe.

Die Wirkung der Vitamine entfaltet sich in den chemischen Prozessen unseres Körpers. Die Mineralstoffe sorgen für den Stoffwechsel und steuern unseren Organismus: Man unterscheidet Spurenelemente und Elektrolyte. Unser Mineralhaushalt spielt eine fundamentale Rolle für unsere Gesundheit. Durch den übersäuernden Charakter der modernen Ernährung kommt er häufig aus dem Gleichgewicht: Der Körper kompensiert die Übersäuerung, indem er Mineralstoffe ausschüttet. Wenn es sein muss, dann greift er auf die Reserven im Gewebe, in den Muskeln, den Knochen, den Zähnen, den Haaren usw. zurück. Auf diese Weise hält er die Homöostase aufrecht.

Aber das ist nicht ohne Risiko: Wenn unsere Mineralreserven ausgeschöpft sind, können Tendinitis, Zahnprobleme, Haarausfall, Hautprobleme, Sehstörungen und anderes mehr auftreten.

Besonders schädlich ist ein Mangel an Mikro-Nährstoffen in der Wachstumsperiode (Kinder und Jugendliche), aber auch bei Schwangeren, Sportlern und alten Menschen.

Wollen wir einen ausgeglichenen Mineralhaushalt erreichen, dann sollten wir auf ausgewogene Ernährung achten: frisch, roh und möglichst mineralreich.

Rohkost-Methode

Unsere Vorfahren, die Menschenaffen, aßen roh und zu 80 Prozent vegetarisch. Ihr Verdauungssystem ist dem unsrigen sehr ähnlich (insbesondere was die Länge des Magen-Darm-Trakts betrifft). Seit dies erkannt wurde, befürworten zahlreiche Heilpraktiker und Naturheilkundler das sogenannte „Rohkostprinzip“. Wer sich nach dieser Methode ernährt, nimmt ausschließlich frische Rohkost zu sich: Obst und Gemüse, aber auch Eier, Fleisch, Fisch, ölhaltige Kerne und Sprossen.

Rohe Lebensmittel enthalten Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme. Beim Kochen werden diese Nährstoffe oft zerstört oder geschädigt. Daher wird Rohkost auch als „lebende Kost“ bezeichnet, weil sie Vitalität und Gesundheit sichert: Vergleicht man rohes und gekochtes Essen, so ist die Qualität der rohen Nahrung bei gleicher Menge und Kalorienzahl deutlich höher. Der Organismus erhält auf diese Weise wesentlich mehr Mikro-Nährstoffe.

Zu einer guten Verdauung tragen vor allem Enzyme bei, und genau die – das hat die Natur gut geregelt – sind in rohen Lebensmitteln enthalten. Beim Kochen verschwinden sie. Daher raten wir allen, die keine Rohkost-Fans sind, gekochten Lebensmitteln zumindest ein wenig rohe Kost beizulegen. So kann z. B. ein Karottenpüree durch geriebene Karotten angereichert werden.

Ist Rohkost also immer die beste Lösung, wenn es um gesunde Ernährung und stabile Gesundheit geht? Ganz so einfach ist das leider nicht: Viele Menschen leiden heute unter dem sogenannten „Reizdarmsyndrom“. In diesem Fall ist von zu viel Rohkost abzuraten, da die Ballaststoffe den Darm reizen. Auch bei geschwächtem Organismus sollte man sich nicht das ganze Jahr über kalt ernähren. Warmes Essen spart dem Körper eine Menge Energie. Wir raten zu einem Kompromiss: Kochen Sie mit niedriger Temperatur (nicht höher als 42° C), denn so bleibt ein Großteil der wertvollen Mikro-Nährstoffe und Enzyme erhalten. Gleichzeitig wird durch das leicht erwärmte Essen Körperenergie gespart.

Soll man Fleisch essen?

Einem Verzicht auf Fleisch können unterschiedliche Erwägungen vorausgehen: Sorge um die Umwelt (die Tierhaltung ist sehr umweltschädlich: intensiver Anbau von Soja als Futtermittel, Methanemissionen von Rindern usw.), Achtung vor dem Tier, aber auch gesundheitliche Gründe.

So ist inzwischen erwiesen, dass das menschliche Verdauungssystem dem der Menschenaffen ähnelt, also einen sehr langen Verdauungstrakt aufweist. Fleischfressende Tiere hingegen, Löwen zum Beispiel, haben einen sehr viel kürzeren Darm. Denn Fleisch fault und gärt, wenn es zu lang im Darm bleibt. Wenn man also bedenkt, dass Menschenaffen sich überwiegend pflanzlich ernähren, so kommt man zum Schluss, dass wir aus physiologischer Sicht keine Fleischfresser sein können.

Zudem enthält Fleisch viele Giftstoffe, insbesondere, wenn es aus intensiver Tierhaltung stammt und die Tiere mit Antibiotika und Wachstumshormonen behandelt werden. Der Verzehr von Fleisch setzt daher die körpereigene Immunabwehr in Gang: Unser Körper wehrt sich gegen den massiven Zustrom von toxischen Elementen.

Des Weiteren erhöht Fleischverzehr den Säuregehalt im Körper. Fleischfressende Tiere kompensieren das, indem sie alle Bestandteile ihrer Beute essen: Muskelfleisch, aber auch Eingeweide und Knochen, die den Säuregehalt neutralisieren.

Der Mensch ist durchaus in der Lage, ein wenig Fleisch zu verdauen. Auch der Menschenaffe verzehrt von Zeit zu Zeit, wenn auch selten, ein kleines Tier. Problematisch sind vielmehr die Qualität und die Menge des verzehrten Fleisches, und die Häufigkeit des Fleischkonsums. Natürlich spielt bei solchen Entscheidungen auch die Weltanschauung eine Rolle. Fleisch ist eines der wenigen Lebensmittel, das die gesamte Bandbreite an essenziellen Aminosäuren (Proteinbestandteile) liefert. Es gibt neun solcher Aminosäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann. Eine fleischlose Mahlzeit sollte daher möglichst zu einem Drittel aus Hülsenfrüchten (gut gegart) und zu zwei Dritteln aus Getreide bestehen.

Der Verzicht auf Fleisch ist eine persönliche Entscheidung, die wohlüberlegt sein sollte: im Bewusstsein, dass es geeignete pflanzliche Alternativen gibt.

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Ernährungsmängel

Unser Essen liefert uns die nötigen Nährstoffe. Mängel können auftreten, wenn unsere Ernährung nicht ausgewogen ist. Und das schadet auf lange Sicht unserer Gesundheit. Viele Menschen leiden heutzutage an mehr oder weniger chronischen Mängeln, und das häufig, ohne es zu wissen! Selbst bei ausgewogener Ernährung können Mängel auftreten: Ursachen sind dann etwa eine schlechte Aufnahme von Nährstoffen bei der Verdauung oder ein Problem der Umwandlung auf Zellebene.

Besonders häufig mangelt es uns an Mikronährstoffen wie Magnesium, Kalzium, Zink, Eisen, Vitamin B12 (insbesondere bei Vegetariern und Veganern) und Vitamin D.

Wie können Mängel vermieden und reduziert werden? Durch eine möglichst ausgewogene Ernährung mit frischen, rohen Lebensmitteln aus biologischem Anbau. Obst- und Gemüsesäfte und vor allem grüne Säfte sind die ideale Lösung: Mit ihnen werden Zellen, denen es an Mikronährstoffen mangelt, schnell und effizient versorgt. Säfte sind ballaststofffrei und daher sehr leicht verdaulich. Unser Organismus kann die darin enthaltenen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente ohne Probleme aufnehmen und weiterverwerten.

Um einen Mangel in den Griff zu bekommen, sollten Sie diejenigen Lebensmittel in Ihre tägliche Ernährung einbeziehen, die genau das enthalten, was Sie benötigen.

Viel Eisen enthalten beispielsweise Spirulina, Brennnesseln, bestimmte Algen, Sesamsamen, Hanfsamen, Chiasamen, Kürbiskerne und Mandeln. Der Eisenanteil ist hier viel größer als in rotem Fleisch – ganz im Gegensatz zur weit verbreiteten Annahme.

Bei Kalziummangel ist es nicht notwendig, tierische Milchprodukte zu sich zu nehmen. Denn diese bilden viel Säure: ein großer Nachteil. Zur Eindämmung der Säure greift der Körper auf seine eigenen Reserven zurück und so entsteht ein noch größerer Mineralmangel. Grünes Gemüse, Sardinen (mit Gräten), bestimmte Algen, Chiasamen, Leinsamen, Sesamsamen, Mandeln und vor allem Knoblauch enthalten viel mehr Kalzium als Milch. Und dabei handelt es sich um hochwertiges Kalzium ohne säurebildende Wirkung, das wesentlich besser verwertet werden kann.

Bei Bedarf können auch regelmäßige Kuren mit Nahrungsergänzungsmitteln eine große Hilfe sein.

Welches Wasser sollten wir trinken?

Gibt es das perfekte Wasser? Ein weitreichendes Thema.

In einer idealen Welt ohne Umweltverschmutzung, Fabriken, schädliche Emissionen, intensive Viehzucht und Landwirtschaft, Flugzeuge, Autos usw. könnte der Mensch Wasser aus Quellen und Brunnen trinken und sich dabei wohlfühlen.

In unserer Zeit, in der dies nicht mehr möglich ist, haben wir die Wahl zwischen Leitungswasser, abgefülltem Wasser (Mineral- oder Quellwasser, das nicht die gleichen Eigenschaften hat), gefiltertem Wasser (Tischwasserfilter, Aktivkohlefilter, Keramikkugeln, Osmose …) und destilliertem Wasser. Was also sollten wir wählen?

Zunächst einmal muss definiert werden, was wir in gesundheitlicher Hinsicht unter gutem Wasser verstehen. Trinkwasser hat eine zweifache Funktion: die Versorgung unserer Zellen (die zu etwa 70 Prozent aus Wasser bestehen, das ausgetauscht werden muss) und die Ausscheidung von Abfallstoffen.

Im Gegensatz zu den Behauptungen mancher Werbespots benötigt der Körper Wasser mit möglichst geringem Mineralgehalt. Mineralien im Wasser sind sehr schwer umzuwandeln, besonders außerhalb der Mahlzeiten. Die Nieren, die das Filtern übernehmen, ermüden im Laufe der Zeit. Um den Mineralgehalt von abgefülltem Wasser zu bestimmen, sollten Sie sich die Trockenrückstände ansehen. Je geringer diese sind, desto besser: Wählen Sie eher Wasser mit einem Gehalt von weniger als 100 mg/l. Achtung: Kohlensäurehaltiges Wasser hat in der Regel einen hohen Mineralgehalt und sollte daher möglichst sparsam konsumiert werden.

Darüber hinaus sollten Sie den pH-Wert (Säuregehalt) des Wassers kennen. Am besten ist es, leicht säurehaltiges Wasser zu trinken.

In Flaschen abgefülltes Wasser verschlechtert sich bei längerer Lagerung. Manchmal kann man am Boden einer Mineralwasserflasche weiße Ablagerungen erkennen: Mineralien, die mit der Zeit auf den Boden gesunken sind. In diesem Fall kann man sicher sein, dass das Wasser wie „tot“ ist, weil es seine bioelektrischen Eigenschaften verloren hat. Darüber hinaus können Wechselwirkungen zwischen Wasser und Plastik dazu führen, dass wir unerwünschte Elemente zu uns nehmen.

Leitungswasser kommt in den meisten Regionen aus Wasseraufbereitungsanlagen. Um es chemisch rein zu machen, werden Produkte mit antibakterieller Wirkung zugefügt, beispielsweise Chlor. Laut Analyse sind in einigen landwirtschaftlich geprägten Regionen auch Pestizide und Nitrate enthalten (die als Düngemittel verwendet werden und in die Wasserreserve gelangen). Natürlich werden die Mengen kontrolliert und durch Vorschriften begrenzt: Aber die Substanzen sind vorhanden und wirken sich auf den Körper aus.

Eine weitere Möglichkeit ist Wasser, das mithilfe von Karaffen, Kohlestücken, Keramikkugeln usw. gefiltert wird. Auf diese Weise können Sie Umweltschutz und den Wunsch nach gutem Wasser in Einklang bringen. Allerdings muss auf perfekte Hygiene geachtet werden, damit sich Behälter und Filter nicht in Bakteriennester verwandeln. Außerdem werden manche Arzneimittelrückstände im Leitungswasser leider nicht herausgefiltert.

Destilliertes Wasser wird mit einem Destilliergerät gewonnen: Das Wasser wird zum Kochen gebracht, verdampft und kondensiert dann wieder. Dabei bleiben alle unerwünschten Elemente am Boden des Behälters zurück. Dieses Wasser ist absolut rein und leicht – es enthält keine Mineralien oder anderen Mikroorganismen mehr. Für die meisten Menschen das ideale Trinkwasser.

Hinweis: Es ist möglich, Wasserkuren wie in Heilbädern durchzuführen. So kann Wasser mit hohem Mineralgehalt gelegentlich in Form von einwöchigen Kuren zur Behandlung spezifischer Probleme eingesetzt werden. Bedenken Sie jedoch, dass die Remineralisierung des Körpers bei Mangelzuständen zwangsläufig eine ausgewogenere Ernährung erfordert, insbesondere in Form von reichlich Rohkost. Die Aufnahme von Mineralwasser in Flaschen reicht hier nicht aus.