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Kurkuma gehört zur gleichen Familie wie Ingwer und ist v. a. frisch ein Segen für die Gesundheit. Was aber hat diese Wurzel genau zu bieten und wie kann man sie verwenden?

1) Kurkuma wirkt stark entzündungshemmend

Hierbei handelt es sich sicherlich um die bekannteste und gleichzeitig interessanteste Eigenschaft von Kurkuma. Das sich in der Wurzel befindende Curcumin hemmt Entzündungen und kann bei allen möglichen Entzündungen verwendet werden, egal ob sie von einer herkömmlichen Ernährung (wir sind tendenziell alle übersäuert) oder von einer rheumatischen Erkrankung, chronischen Schmerzen oder Arthrose ausgelöst werden. Kurkuma soll sogar noch besser wirken als Hydrokortison oder nichtsteroidale Entzündungshemmer. Für Personen, die an Arthrose erkrankt sind, ist eine tägliche Dosis von 2 g Kurkuma über 6 Wochen in der Wirkung mit Ibuprofen (800 mg pro Tag) vergleichbar (s. ggf. Studie). Sehr gut eignet sich Kurkuma auch für Sportler.

2) Kurkuma ist ein Antioxidans und krebshemmend

Curcumin ist auch ein sehr starkes Antioxidans. Es verhindert im Organismus die von freien Radikalen verursachte Oxidation und beugt daher den Mechanismen vor, durch die Zellen beschädigt werden. Curcumin scheint daher für Prävention und eventuell sogar für die Behandlung von Krebs interessant zu sein. Selbst wenn dies noch von den zahlreichen Studien, die derzeit angefertigt werden, bestätigt werden muss, scheint es dennoch so zu sein, dass Curcumin die Vermehrung von Krebszellen aufhält. Nach Dr. Richard Béliveau, dem Leiter des Labors für Molekularmedizin am Krankenhaus Sainte-Justine in Montréal, gehört Kurkuma zu den zehn Lebensmitteln, die man jeden Tag verzehren sollte, um sein Krebsrisiko zu halbieren.

3) Kurkuma ist auch ein Antidepressivum

Die Wirkung von Kurkuma auf die Psyche ist nicht ganz so bekannt. Neueren amerikanischen Forschungsarbeiten gemäß soll Curcumin bei manchen Fällen von Depression genauso gut wirken wir Prozac, ohne natürlich die Nebenwirkungen mit sich zu bringen, die eine Behandlung mit Chemie verursacht. Manchen Forschern ist es in der Tat gelungen nachzuweisen, wie sich eine Entzündung auf die Qualität von Neurotransmittern und so auch auf Depressionen und Selbstmordgedanken auswirkt. Der Verzehr von Kurkuma beeinflusst daher auch den Verlauf einer Depression. Zitieren wir hierzu z. B. Dr. Ajay Goel, den Mitverfasser der oben erwähnten Studie: „Der Entzündungsgrad im Gehirn von Personen, die an einer Depression erkrankt sind, ist höher als der von anderen Menschen. Außerdem ist die Neurogenese bei depressiven Menschen niedriger, d. h. sie bilden weniger neue Gehirnzellen als Personen, die nicht mit Depressionen vorbelastet sind. Curcumin ist nicht nur stark entzündungshemmend, Curcumin stimuliert auch die Neurogenese.”

4) Die Wirkung von Kurkuma auf das Gehirn ist auch noch eine andere

Die Krankheiten, die tendenziell mit zunehmendem Alter auftreten, sind häufig mit einer chronischen Entzündung des Organismus in Verbindung zu sehen, welche uns vorzeitig altern lässt. Der Verzehr von Kurkuma soll uns daher beispielsweise vor der Alzheimer-Erkrankung schützen. Aufgrund seiner antioxidativen und seiner entzündungshemmenden Wirkung schützt Kurkuma ferner das Gehirn und verbessert den Schlaf. Die Enzyme Glutathion-S-Transferase, die mit zu den stärksten Antioxidantien zählen, sind auch an der Entgiftung des Organismus beteiligt. Außerdem soll Kurkuma gut für das Sehvermögen sein. Andere Studien zeigen ferner, dass sich eine tägliche Zufuhr von Kurkuma positiv auf das Gedächtnis auswirkt, da Kurkuma dem Verfall von Gehirnzellen vorbeugt. Eine neuere Studie beweist auch, dass Artumeron, einer der Bestandteile von Kurkuma, die Regeneration eines geschädigten Gehirns erlauben kann.

5) Kurkuma verbessert die Verdauung und hilft, das Gewicht zu regulieren

Kurkuma wirkt verdauungsfördernd. Er reduziert die Magensäure und hat auch eine Wirkung auf Geschwüre, da er Entzündungen bekämpft. Außerdem vermindert Kurkuma Blähungen, schützt die Darmflora und soll im Kampf gegen Darmparasiten unterstützen.

Die Leber wiederum schützt Curcumin gegen zahlreiche Krankheitserreger und hilft, den Glykogenspiegel zu regulieren. Für Menschen, die Alkohol getrunken haben, empfiehlt es sich daher, ihrer Leber mit Kurkuma zu helfen. Noch dazu schränkt Curcumin die Absorption von Cholesterin ein, erhöht die Ausscheidung von Fetten und erlaubt es einem so, sein Gewicht zu reduzieren. Wissenschaftlichen

Studien zufolge verhindern die Curcuminoide von Kurkuma die Oxidation von Fetten im Blut effektiver als Antioxidantien aus z. B. Traubenkernextrakt.

6) Kurkuma beeinflusst das Immunsystem

Kurkuma wirkt antibakteriell und wird daher auch bei leichten Wunden zur äußeren Anwendung sowie zur Konservierung von Fleisch verwendet. Es ist also nachzuvollziehen, dass Kurkuma auch im Inneren des Organismus wirkt. Dort spielt Kurkuma eine sehr wichtige Rolle. Mit seinen antioxidativen Eigenschaften, die zur Entgiftung des Organismus beitragen, stimuliert er das Immunsystem.

7) Kurkuma hilft, eine schöne Haut zu haben

Kurkuma ist auch für die Haut gut. Einmal ganz von der antibakteriellen Wirkung abgesehen, sorgt eine Maske mit Kurkuma für einen strahlenden Teint und erhöht die Elastizität der Haut. Wendet man Kurkuma innerlich an, hilft er, die Leber zu entgiften, was sich wiederum ebenfalls im Zustand unserer Haut spiegelt.

In welcher Form kann man Kurkuma zu sich nehmen?

  Frisch: So wie man ihn in der Natur findet. Dies ist jedoch bei weitem nicht die aktivste Form von Kurkuma. Es ist beispielsweise möglich, den Saft mittels eines Entsafters zu extrahieren oder die Kurkumawurzeln in einen Mixer zu geben, um sie so in Soßen, in kalten oder warmen Suppen zu verwenden etc. Man kann auch einen Zitronen-Ingwer-Kurkuma-Saft herstellen und diesen mit Wasser oder Säften verdünnen. Es ist auch möglich, Kurkuma in heißes Wasser mit Honig zu geben und so einen belebenden Tee herzustellen.

In Pulverform als Gewürz: Beim Kochen (und Zubereiten von rohen Gerichten) kann man Kurkuma beliebig verwenden. Auch möglich ist, eine – ebenso schmackhafte wie berühmte – Goldene Milch herzustellen und damit das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden!

In jedem der beiden vorher genannten Fälle sollte Kurkuma unbedingt mit schwarzem Pfeffer oder Ingwer verwendet werden, damit der Organismus das Curcumin aufnehmen kann.

In Kapsel– oder Tablettenform: Manche Unternehmen bieten Extrakte mit Curcumin an. Manche Präparate scheinen jedoch nicht sehr effizient zu sein. Es ist wichtig, ein Produkt mit einer hohen Bioverfügbarkeit und einer großen Menge an Curcuminoiden zu kaufen. Der Preis gibt hier eine ganz gute Orientierungshilfe, da solche Produkte zwangsläufig teurer sind. Manche Hersteller geben an, dass das Curcumin in ihren Präparaten über viele Stunden im Blut aktiv bleibt, was wiederum seine Wirkungsdauer erhöht. Kurkuma ist fettlöslich. Kurkuma mit Öl zu vermischen erhöht seine Bioverfügbarkeit. Es ist daher möglich, die Bioverfügbarkeit von Kurkuma durch Liposome oder kolloidale Suspensionen zu erhöhen.

Im Falle einer Darmentzündung scheint es besser, frischen Kurkuma zu benutzen, damit es nicht schon vor dem Dickdarm zu einer Assimilierung kommt.

Als ätherisches Öl: Obwohl ungiftig, verdünnen, bevor man es auf der Haut aufträgt. Für schwangere oder stillende Frauen, Epileptiker und Kinder unter 10 Jahren nicht zu empfehlen. Zu verwenden bei Schmerzen, Verdauungsbeschwerden, zur Bekämpfung von Pilzen, Bakterien usw.