Beiträge

DIE SONNE KOMMT RAUS, DIE TEMPERATUREN STEIGEN, DIE TAGE WERDEN LÄNGER: DER FRÜHLING IST DA! DIE NATUR BEGINNT VORRAT FÜR DEN SOMMER ZU SCHAFFEN UND BIETET UNS SCHON JETZT LECKERE FRÜCHTE UND GEMÜSE IN BUNTEN FRÜHLINGSFARBEN. VERGESSEN WIR JETZT DIE DEFTIGEN WURZELGEMÜSE UND WENDEN WIR UNS DER LEICHTIGKEIT UND FRISCHE ZU, DEN WAHREN VERBÜNDETEN DER GESUNDHEIT.

Staudensellerie

Staudensellerie besteht zu 95% aus Wasser, ist reich an Ballaststoffen und hat wenig Kalorien. Sie enthält antioxydische Moleküle, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken (Polyzetylen), die die Vermehrung von Krebszellen verhindern können. Sie enthält Vitamin K (dient zur Blutgerinnung – Achtung bei Einnahme von Blutverdünnungsmitteln), Vitamin B6 (erforderlich für zahlreiche Stoffwechselreaktionen von gesättigten Fettsäuren und Proteinen, wirkt u.a. bei der Synthese von einigen Neurotransmittlern wie Serotonin, Melatonin, Dopamin und der Gamma-Aminosäure mit, das eine wichtige Rolle zur Aufrechterhaltung des psychischen Gleichgewichts spielt) und Vitamin C.

Manche Sorten sind sehr faserig, nehmen Sie lieber die dicken, knackigen Stiele als die kleinen trockenen. Essen Sie sie roh: in längliche Stücke geschnitten und in Soßen getunkt, fein geschnitten in Salate oder in ein Algen-Tartar oder machen Sie einen leckeren grünen Saft voller Chlorophyll daraus!

Radieschen

Radieschen gibt es in verschiedenen Farben: Ob sie nun rot oder rosa, schwarz oder weiß (Daikon) sind, sie werden gerne roh gegessen wegen ihrer knackigen Art, ihres erfrischenden und leicht pikanten Geschmacks. Die rosa Radieschen essen sich so wie sie sind, roh mit etwas Salz oder in einem Salat. Der Daikon-Rettich, schwarz und weiß, hingegen sollte vor dem Verzehr geschält werden. Letzterer lässt sich gut reiben und als Salat essen oder auch in feine Scheiben schneiden und dann marinieren. Auch die Blätter kann man essen, geben Sie sie zu einem Saft (nur in kleiner Menge wegen des starken Geschmacks) oder fügen Sie sie einem Pesto zu.

Sie sind wasser- und ballaststoffreich, aber arm an Kohlenhydraten und Fetten, sie haben antioxydische Wirkstoffe (Anthocyanidin und Polyphenol), die vorzeitiges Altern und manche Krebsformen bekämpfen, antiseptische, antibakterielle und antifongische Heilkräfte (dank Isothiocynate und Glucosinolate).

Die Schwarzwurzel hat eine spezifische, choleretische Wirkung auf das Verdauungssystem (sie begünstigt die Gallensekretion) und fördert den Gallenfluss. So stimuliert die Schwarzwurzel peristaltische Bewegungen der Gedärme, wirkt auf den Gallenfluss und begünstigt die Gallensekretion und eine gute Verdauung.

Spargel

Ob grün weiß oder violett, Spargel wird weltweit in zahlreichen Gegenden und auf verschieden Weisen konsumiert. Grüner und violetter Spargel braucht nicht geschält zu werden, wenn er ganz frisch ist. Hingegen muss weißer Spargel unbedingt geschält werden. Man kann ihn roh essen (mit verschiedenen Soßen Ihrer Wahl), gedämpft, gebraten usw. Um die wertvollen Nährstoffe von Spargel vollständig zu erhalten, essen Sie ihn roh. Er enthält nämlich eine Reihe von antioxydischen Molekülen (Phenol, Flavonoiden, Karotenoiden), die freie Radikale bekämpfen und somit vorzeitiges Altern. Spargel ist eines der Lebensmittel mit dem höchsten Vitamin B9-Anteil (nach frischen Pollen, Hefe, der Wakame-Alge und Spinat). Er ist somit ideal für schwangere Frauen! Er ist ebenfalls reich an Vitamin K (hilft der Blutgerinnung – Vorsicht bei Einnahme von Blutverdünnungsmitteln!), an Kupfer (wichtiges Spurenelement für die Arbeit vieler Enzyme zum Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Eisen) und an Eisen (Spurenelement enthalten im Hämoglobin der roten Blutkörperchen, dem Sauerstoffträger, unverzichtbar für die Zellproduktion).

Rhabarber

Rhabarber ist eine Frucht in Form von langen rosa Stängeln. Sie stammt aus China und Russland, gedeiht aber nunmehr gut in Mitteleuropa und wird auf dem Markt von April bis Ende Juli angeboten. Die Rhabarberstängel haben einen säuerlichen Geschmack, und man isst sie generell gekocht als Dessert. Vorsicht, die Blätter sind giftig!

Roher Rhabarber ist eine hervorragende Quelle von Vitamin C (antioxydisch), Vitaminen der Gruppe B (wesentlich für den Stoffwechsel) und er ist eine der Früchte mit dem meisten Kalzium-Anteil (nach getrockneten Feigen). Reich an Ballaststoffen (74% Trockengewicht), fördert die Verdauung (dank der unlöslichen Ballaststoffe) und begünstigt einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel, der „schlechte“ (LDL) wird gesenkt, der „gute“ (HDL) erhöht (durch löslichen Ballast). All das aktiviert die Eigenschaften.

Rhabarber enthält ferner Oxalate (Ion, das in einigen Pflanzen an Kalzium und Kalium gebunden ist) und das die Verdauung fördert. Es ist also allen Personen zu empfehlen, die an Verstopfung leiden, wer allerdings mit Gallensteinen zu tun hat, sollte den Verzehr begrenzen. Der Verzehr hat sich allerdings als günstig für das Nierensystem bei Personen erwiesen, die an chronischer Niereninsuffizienz leiden [1].

Normalerweise wird Rhabarber mit Zucker gekocht, man kann ihn aber auch mariniert roh verzehren, fein geschnitten in Salat oder in einer Gemüsesaftzubereitung!

Erdbeere

Es ist eine Freude, wenn diese zarte, delikate, rote Frucht wieder auf den Marktständen angeboten wird! Die Erdbeere ist, wie viele andere Frühjahrs- und Sommerfrüchte, sehr wasserhaltig (ca. 90%, was gut für die Hydratation des Organismus ist) und kalorienarm (ein Verbündeter um abzunehmen). Reich an Vitamin C, wirkt sie durch antioxydisch gegen Müdigkeit und stärkt das Immunsystem. Diese niedliche, süße Frucht ist ebenfalls eine Vitamin B9-Quelle, unentbehrlich für den Fötus in der Schwangerschaft.

Die rote Farbe der Erdbeere ist bedingt durch das Vorkommen von Flavonoiden (darunter Anthocyanine) und antioxydische Zusammensetzungen, die vor Krebs schützen.

Erdbeeren am besten roh genießen! Man kann sie auch mit Backwaren verwenden, in Obstsalat oder auch süß-sauer in Salat mit jungen Spinatsprossen, frischem Basilikum, Walnüssen und einer delikaten Vinaigrette aus kaltgepresstem Olivenöl, reich an Omega 3, Zitronen- oder Orangensaft, etwas Senf, Pfeffer und Salz! Guten Appetit!

[1] „Assessment oft he renal protection and hepatotoxicity of rhubarb extract in rats.” Wang J & al. Journal of Ethnopharmacology. 2009 Jul 6; 124(1): 18-25