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Petersilie, Schnittlauch, Pfefferminze, Kerbel oder Koriander: Sie alle gehören zur Kategorie aromatischer Kräuter, die auf der einen Seite unseren Geschmacksnerven schmeicheln und unseren Gerichten Würze verleihen und andererseits enorm positive Wirkung auf unseren Organismus ausüben. Als erstes ist zu bemerken, dass uns diese Kräuter Chlorophyll zuführen, ein pflanzliches, grünes Pigment, das in den Pflanzen vorhanden und für die Fotosynthese verantwortlich ist. Unter anderem ist es ammoniakhaltig und regeneriert das Blut, ist antiseptisch, hat heilende Wirkung auf den Verdauungstrakt (giftige Bakterien werden neutralisiert), stärkt das Immunsystem und die Funktion der Leber. Die Gewürzkräuter versorgen uns mit Verdauung stimulierenden Ballaststoffen, darüber hinaus mit weiteren, für jedes Kraut spezifischen Komponenten.

Zoom auf fünf Kräuter:

1/ Pfefferminze

Es gibt viele verschiedene Minze-Arten:  Pfefferminze, marokanische Minze, süße Minze, wilde Minze, Schokoladenminze, Erdbeerminze, Ananasminze, Bergamotminze u.a. Alle sind ein ausgezeichnetes Mittel, die Verdauung anzuregen. Tatsächlich ist die Minze dafür bekannt, analgetische, antispasmodische, Übelkeit verhindernde, verdauungsfördernde und die Leber schützende Wirkung zu haben. Minze hat einen erfrischenden Effekt, weil sie Menthol enthält. Das kommt daher, dass die Papillen im Mund, die Kälte fühlen, sich damit verbinden und somit den Nervenzellen das Gefühl „mitteilen“, dass der Mund kälter ist (was nicht stimmt). Die Nervenzellen übermitteln diese Information ans Gehirn.

2/ Koriander 

Frischer Koriander ist keimtötend und harntreibend und eine Vitamin K-Quelle (notwendig zur Blutgerinnung und Knochenbildung. Achtung: nicht zu viel davon konsumieren, wenn mit Sie Blutgerinnungshemmer behandelt werden.).  Dank verschiedener Komponenten hat Koriander antioxydische Eigenschaften, die hauptsächlich als Phenolsäure vorkommen, aber auch als Flavonoid, als Coumarin und Terpenoid. Die beiden Letztgenannten haben außer antioxydischer eine verdauungsfördernde Wirkung, die Blähungen und zu langsame Verdauung bekämpft. Sein Geschmack ist eigenartig:  entweder mag man ihn sehr oder man verabscheut ihn! Koriander gehört zur asiatischen Küche, und man nennt ihn übrigens auch „chinesische Petersilie“.

3/ Petersilie

Petersilie, ob glatt oder kraus, ist ein unerwartet anregendes Kraut: es hilft gegen Leistungsabbau, gegen Müdigkeit. Nichts ist so wertvoll wie Petersilie, eine aromatische Pflanze, reich an Eisen, Beta-Karotin, antioxydisch  schützt sie die Körperzellen und enthält viel Vitamin C, das Kraftvitamin. Petersilie ist harntreibend, wirkt regulierend auf den Monatszyklus. Petersiliensaft hilft gegen Nierensteine.

4/ Basilikum

Es gibt es in vielen Varianten: Thai-Basilikum, grünes Basilikum, purpurfarbenes Basilikum, Zitronen-Basilikum, Zimt-Basilikum und vieles mehr. Das ist das Sommergewürz schlechthin und eines der empfindlichsten, es oxydiert schnell in geschnittenem Zustand. Basilikum hat carminative Eigenschaften (löst Blähungen, verhindert das Entstehen  von neuen, ideal für Menschen mit Neigung zum Blähbauch) und wirkt harntreibend. Es hilft bei Verdauungsstörungen, verbessert die Blutzirkulation und ist entzündungshemmend. Basilikum ist eine der reichsten Pflanzen an Magnesium, was zur Beruhigung des Nervensystems beiträgt. Am besten frisch und nicht getrocknet verwenden. Ein Tipp: Basilikum, Koriander, Minze und Petersilie passen hervorragend zu Obstsatat!

5/ Rosmarin

Sein Duft versetzt uns sofort ins Mediterrane mit seinen ariden Hügeln, dem blauen Meer, den weit ins Land reichenden Buchten und den milden Sommerabenden. Rosmarin ist wie gemacht für die Leber, er regt die Gallensekretion an und macht schwere Mahlzeiten besser verdaulich. Er ist darüber hinaus antiseptisch und macht die Atemwege frei. Er wird bei zahlreichen heilpraktischen Leberkuren angewendet.

Sie können gar nicht genug aromatische Kräuter in Ihr Essen  streuen!