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Veganismus ist in den letzten Jahren wahrlich geboomt. Noch 2013 hat der „Veggie-Day“-Vorschlag der Grünen einen riesengroßen Shitstorm erzeugt. Und dabei ging es „nur“ um den Verzicht auf Fleisch! Vegan zu leben beinhaltet noch viel mehr. Es bedeutet den Verzicht auf alle Produkte, bei denen Tiere ausgebeutet werden, sei es Milch, Eier oder auch Honig.

Aber was ist der Vorteil, vegan zu leben?

Es gibt gesamtgesellschaftliche Vorteile, wie z.B. Wasser-Einsparungen. Für die Produktion eines Kilo Fleisches sind 16.000 Liter Wasser nötig (zum Vergleich: ein Kilo Weizen benötigt 1.350 Liter). Oder auch die CO2-Bilanz. Die weltweite Tierhaltung gehört mit rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen zu den wichtigsten Verursachern der globalen Erwärmung. Dazu gehören sowohl direkte Emissionen wie z.B. aus dem Magen freigesetztes Methan bei Rindern, vor allem aber Emissionen bei der Futtererzeugung inklusive Abholzungen zur Landumwandlung.

Vor allem Wiederkäuer haben einen extrem hohen CO2-Ausstoß: Pro Kilo Rindfleisch werden umgerechnet 13,3 Kilo CO2 freigesetzt. Zum Vergleich: Die gleiche Menge Mischbrot produziert 0,75 Kilo CO2, Äpfel 0,5 Kilo CO2, und Tomaten 0,2 Kilo CO2.

Und auch was die Ernährungslage in der Welt angeht, ist Veganismus ein großer Vorteil, denn Tiere, die für Nahrung gezüchtet und später getötet werden, müssen bis zu 16 kg Getreide essen, um 1  kg Fleisch aufzubauen, also 16 kg Getreide, das nicht für die menschliche Ernährung zur Verfügung steht!

Ein weiterer Punkt ist die Ethik. Ist es moralisch richtig, Tiere zu töten? Sie in der Massentierhaltung Eier oder Milch produzieren zu lassen?

Wir verhätscheln unsere Haustiere, halten die sogenannten Nutztiere aber wie Sklaven. Ist das menschlich?

Immer wieder wird festgestellt, dass es, sogar im Biobereich, Geflügelhöfe für die Bio-Ei-Produktion eine unsäglich qualvolle Tierhaltung gibt. Und auch solche Initiativen wie „Bruder-Ei“ verschieben das Schreddern der „nicht benötigten“ Hähnchen um einige Wochen, um sie dann für den Grill zu töten.

Nicht zuletzt ist die vegane Lebensweise sogar gesünder als der Konsum von tierischen Produkten! Denn in der konventionellen Landwirtschaft Hormone und Antibiotika eingesetzt, die dann auch vom Menschen aufgenommen werden. Und auch biologisch „erzeugten“ Produkten sind ungesund. Zum einen wegen der Stresshormone, die durch die Haltung und Schlachtung der Tiere entsteht. Zudem enthält Tiereiweiß im Vergleich mit Pflanzeneiweiß deutlich mehr schwefelhaltige Eiweißbausteine, insbesondere die Aminosäure Methionin, was zur Bildung von fixen Säuren im Körper führt. Alles überschüssige Methionin muss zum besonders ungesunden Homocystein abgebaut werden. Zu viel tierisches Eiweiß kann die Nieren mit Säuren belasten, aber auch allmählich zu„Eiweißspeicherkrankheiten“ wie dem Metabolischen Syndrom, Bluthochdruck, Arthrose und Diabetes führen.

Allerdings ist es wichtig, nicht einfach tierische Zutaten aus dem Leben zu streichen, denn dann kann es zu Eisen- oder Vitamin-B-12-Mangel führen. Und auch die Zubereitung veganer Nahrung muss geübt werden, da wir alle mit tierischen Produkten aufgewachsen sind.

Aber mit ein bisschen Wissen und Übung ist veganes Leben leicht und lecker umzusetzen – und sicher auch kein Trend, der bald wieder verschwindet.

Ursula Podeswa, Publizistin

Muskeln kräftigt man durch verschiedene körperliche Aktivitäten.

Gleich zu Anfang dieses Artikels möchte ich betonen, dass sich der Körper selbst um die Aufrechterhaltung der Muskeln im ganzen Körper kümmert, so wir ihm dafür geben, was er braucht: Bewegung und eine ausgewogene, geeignete Ernährung.

Unterschieden werden sollte hier zunächst zwischen Sport und körperlicher Aktivität.

 Sport und körperliche Aktivität

Unter körperlicher Aktivität versteht man jede Art von Bewegung, die man im Laufe eines Tages leistet und bei der man mehr Energie verbraucht als im Ruhezustand. Dazu zählt jede zu einer Erhöhung des Energiebedarfs führende Bewegung der Skelettmuskulatur.

Sport dagegen treibt man mehr oder weniger organisiert in einem festgelegten Rahmen, nach bestimmten Regeln und oft auch innerhalb eines Systems, das auf Wettbewerb abzielt. Im Sport gilt es, Ziele zu erreichen, sich an ein Programm zu halten, wie z. B.: Ich gehe dreimal pro Woche für jeweils zwei Stunden zum Muskelaufbau ins Fitnessstudio. Wer Sport treibt, hört nicht wirklich auf seinen Körper, sondern eher auf seinen Geist und auf das zu erreichende Ziel.

Wir nehmen uns z. B. vor, 50 Liegestützen zu machen. Wenn wir dann nach 10 unsere Muskeln sowie eine große Wärme spüren, machen wir trotzdem weiter, um unser Ziel einzuhalten. Manchmal sendet uns der Körper kleine Signale, die uns aufgrund von Mikroläsionen in der Muskulatur zum Aufhören bringen sollen, aber wir machen trotzdem, was wir entschieden haben.

Sport kann negative Folgen haben, wenn man ihn unter schlechten Bedingungen ausübt oder sich zu sauer ernährt. Im Hinblick auf die Gesundheit ist Bewegung wichtig, nicht jedoch unbedingt eine sportliche Aktivität mit ihren Zwängen und Regeln.

Sport wird von unserem Geist beeinflusst. Körperliche Bewegung hört mehr auf unsere realen Bedürfnisse. Es soll jedoch nicht darum gehen, jegliche sportliche Aktivität schlecht zu reden.

Vielmehr sollte man jeden Moment seines Lebens dafür benutzen, um sich zu bewegen. Hierzu zählen auch Reparatur- oder Gartenarbeiten.

Unser Körper benötigt eine einfache, gemäßigte körperliche Aktivität sowie bisweilen zur Stärkung eine etwas intensivere Bewegung.

Wer sich zu viel und unter schlechten Bedingungen bewegt, riskiert riskiert schwere Folgen für seine Gesundheit.

 

Bewegung tut dem Organismus gut

Mit körperlicher Aktivität bringen wir Herz-Kreislauf- und Atmungssystem in Schwung, kräftigen und stärken wir unsere Muskeln und tun wir etwas für unsere Gelenke. Gleichzeitig entwickeln wir unsere körperlichen Fähigkeiten (Koordination, Beweglichkeit, Ausdauer usw.).

Bewegung reguliert ferner tendenziell den Blutzucker und bremst bei Menschen, die von Diabetes betroffen sind, die Insulinresistenz.

Wer sich regelmäßig bewegt, fühlt sich in jeder Hinsicht besser: körperlich, seelisch und gesellschaftlich. Eine körperliche Aktivität kann sich schon bald zu einer wahren Freude entwickeln, Stress reduzieren und den Kopf leer machen.

Menschen, die aktiv sind, sind sich ihrer Fähigkeiten bewusster und haben mehr Selbstvertrauen. Eine körperliche Aktivität erlaubt es einem, mit der Isolation zu brechen, andere Menschen zu treffen, sich zu motivieren und sich auf jeder Ebene um seine Bedürfnisse zu kümmern (Ernährung, Ruhe, Entspannung usw.).

 Wir sehen also, dass unser Körper und unsere Muskeln körperliche Aktivität benötigen, um sich zu stärken und zu kräftigen.

Wie unser ganzer Körper brauchen auch unsere Muskeln weitere lebenswichtige Dinge, wie z. B. saubere Luft, eine gute Atmung, Ernährung und Verdauung, ausreichend Ruhe, eine gesunde Umgebung, Sonne, reines Wasser, Entspannung, Massagen etc.

Wenn wir all diese Faktoren berücksichtigen, erlauben wir es unserem Körper Muskeln zu erhalten und zu kräftigen.

Ist dies nicht der Fall, bauen unsere Muskeln ab, kommt es zu Mikroläsionen, Rachitis usw. und uns fehlt es v. a. an Energie, um unsere Muskeln anzuspannen, was normalerweise unsere Stärke ausmacht. Stark zu sein hat mit dicken Muskeln nichts zu tun. Stärke hängt von Energie und Nerven der einzelnen Person ab.

Schaden wir unseren Muskeln durch unsere Aktivitäten oder durch unsere Art zu leben, müssen wir sie wiederaufbauen und reparieren.

Hierzu gilt es folgende Punkte einzuhalten:

1) Für gutes „Baumaterial“ sorgen (Ernährung).

2) Lebensmittel gut verdauen und assimilieren (Nervenstärke, Verdauung, starke Verdauungsorgane).

3) Sie korrekt benutzen und sie auf den Weg zur „Baustelle“ bringen (Nervenkraft, leistungsstarkes Lymphsystem).

Punkt 3 ist sehr wichtig. Wenn unsere Zellen sich nämlich in einem Gewebe voller Schlacken befinden, kommen die Nährstoffe, die wir absorbieren, verdauen und assimilieren, nicht bei der Zelle an (auch nicht bei den Muskelzellen).

 

Ernährung:

  • Beginnen sollten wir damit, unsere Verdauung zu respektieren, und nach dem Essen keiner körperlichen Aktivität nachgehen.
  • Viel bringt es außerdem, auf ausgeglichene Mahlzeiten zu setzen, bei denen sämtliche Lebensmittelklassen vertreten sind.
  • Empfehlenswert ist, auf so viel frische, lokal erzeugte und nicht weiterverarbeitete Bio-Lebensmittel wie möglich zu setzen. Ebenso sollte man regelmäßig frische Gemüsesäfte mit einem Esslöffel Gerstengraspulver trinken.
  • Essen sollte man ferner Trockenfrüchte (Feigen, Datteln, Rosinen, Goji-Beeren, weiße Brombeeren, Aprikosen, Bananen usw.) sowie Nüsse und Ölfrüchte (Walnüsse, Pekannüsse, Macadamia-Nüsse, Mandeln, Haselnüsse usw.).

 

Muskelruhe:

  • Für die Muskelregeneration sind im Allgemeinen für die „kleinen Muskeln“ (Trizeps, Bizeps usw.) 48 Stunden und für die „dickeren Muskeln“ (Rückenmuskulatur, Brustmuskulatur) 72 Stunden nötig.
  • Viele Menschen (und v. a. Sportneulinge) wissen nicht, dass während des Sports auch das Nervensystem arbeitet und es immer wieder zu hohen Anforderungen durch das Gehirn kommt. Die nötigen, wiederholten Muskelkontraktionen werden nämlich durch das Gehirn erzeugt.
  • Die nervliche Erschöpfung verhält sich zunächst unauffällig und wird häufig zu spät bemerkt, nämlich dann, wenn sie bereits sehr ausgeprägt ist und man nicht mehr gegensteuern kann. Hier gilt es also, extrem wachsam zu sein! In der Regel braucht das Nervensystem 48 Stunden, um sich wieder aufzuladen.
  • Kommt es zu einem intensiven Training einer einzigen Muskelgruppe, kann es sein, dass die beteiligten Nerven 96 Stunden Erholung brauchen.

Katabolismus und Anabolismus

Katabolismus und Anabolismus sind Teile des Metabolismus, also des Stoffwechsels. Beide Prozesse bilden die Gesamtheit der chemischen Reaktionen, die es einem Lebewesen ermöglichen, am Leben zu bleiben.

– Der Anabolismus erlaubt es dem menschlichen Körper, sein Gewebe zu regenerieren. Er benutzt hierfür die Elemente, die wir ihm über die Nahrung zuführen, und verbraucht Energie.

– Beim Katabolismus handelt es sich um den umgekehrten Prozess. Er erlaubt es dem menschlichen Körper, komplexe Moleküle umzubauen, um so Energie zu gewinnen.

 

Während durch den Katabolismus Muskeln abgebaut und Proteine sowie Aminosäuren verbraucht werden, kommt es durch den Anabolismus zum Aufbau von Muskelgewebe. Muskelwachstum basiert auf einem Gleichgewicht zwischen Anabolismus und Katabolismus. Kommt es zu mehr Anabolismus als zu Katabolismus, bildet der Organismus Muskelgewebe. Dominiert dagegen der Katabolismus, werden Muskeln abgebaut.

Grob gesagt: KATABOLISMUS = AKTIVITÄT UND ABBAU, ANABOLISMUS = RUHE UND WIEDERAUFBAU.

Damit der Körper sich, nachdem er durch Sport stark beansprucht wurde, regenerieren kann, benötigt er Ruhe.

Sie sollten also unbedingt darauf achten, Ruhetage einzubauen. Ruhetage helfen Ihnen, Verletzungen zu vermeiden und während des Sports in einer optimalen Verfassung zu sein. Ihre Ziele erreichen Sie so schneller und besser!

 

Intervallfasten (auch Intermittierendes Essen, Kurzzeitfasten) hilft Ihnen dabei, Ihre Muskeln aufrechtzuerhalten, sie zu stärken und aufzubauen. Mehr hierzu würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber vielleicht möchten Sie ja selbst dazu weitere Recherchen im Netz anstellen? Ansonsten veröffentlichen wir dazu demnächst auch vielleicht noch einen eigenen Beitrag.

 

Zum Schluss möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass Pflanzenmischungen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln diesen Prozess in Verbindung mit einer veränderten Lebensweise unterstützen können. Demnächst bieten wir auf Vitalbio auch Pflanzenmischungen für das Hormonsystem an, mit denen es gelingt, mit Maca und Burzeldorn die Produktion von Testosteron und Wachstumshormonen anzukurbeln. Muira Puama (Potenzholz) und Hafer fördern außerdem die Produktion von Kortikosteroiden.

 

Kümmern Sie sich gut um Ihre Muskeln!

Liebe Grüße

Eatman – Anhänger der Permakultur und Lebensberater

Im Internet, auf Websites, in Artikeln, Foren, Videos und auch Büchern kann man hierzu alles Mögliche lesen.

Während manche meinen, eine vegane Lebensweise sei nichts für Menschen und schade unserer Gesundheit, sind andere der Ansicht, dass es sich dabei um eine Art der Ernährung handelt, die für uns optimal ist.

Beide Behauptungen lassen sich jeweils durch Beispiele stützen. Von manchen hat sich der Gesundheitszustand ein, zwei oder mehrere Jahre nach dem Beginn ihrer veganen Ernährung verschlechtert. Bei anderen hat er sich wiederum verbessert.

Man darf sich also völlig zurecht die Frage stellen, wie gesund vegan ist.

Schauen wir uns das Ganze in diesem Artikel an!

Nicht richtig ist es meiner Meinung nach, Menschen nach ihrem Ernährungsstil in verschiedene Gruppen einzuteilen. Dies schafft Unmut und führt bisweilen sogar zu Hass.

Das Wort „vegan“ allein sagt noch nicht viel aus. So verstehen wir darunter nicht unbedingt dasselbe. (Dies trifft im Prinzip auf jede Art der Ernährung oder der Diät zu.)

Daher zunächst ein paar Informationen zu veganer Ernährung:

Vegane Ernährung verzichtet auf sämtliche Produkte tierischen Ursprungs (auch Produkte, wie Eier und Milch).

Während manche Veganer hauptsächlich Getreide, Hülsenfrüchte und gekochtes Gemüse essen, setzen andere vorwiegend auf Gemüse oder Obst und verzichten vollständig auf Getreide. Manche essen alles in gekochter Form, andere nur Rohkost oder beides.

Veganer ernähren sich also ganz unterschiedlich. Es ist daher nicht möglich zu sagen, vegane Ernährung ist für die Gesundheit schlecht oder gut.

Unsere Gesundheit hängt außerdem nicht nur von der Ernährung, sondern auch noch von anderen Faktoren ab.

Einer ist z. B. die Verdauung.

Wir können uns so gut ernähren, wie wir wollen. Wenn wir nicht auf unsere Verdauung achten, bekommen wir mit unserer Gesundheit auf jeden Fall Probleme. Eine schlechte Verdauung führt zu Dysbiosen, also einem Ungleichgewicht der Darmflora. Die Darmflora ist zum Großteil für unser Immunsystem sowie für die Aufnahme von Nährstoffen verantwortlich. (Werden Nährstoffe nur schlecht absorbiert, kommt es zu Mangelerscheinungen.)  

Zu einer schlechten Verdauung führen z. B.:

Ein schlechtes Kauen der Lebensmittel (wir sollten alles 30-mal kauen); ungeeignete Kombinationen von Lebensmitteln (eine Kombination von sauren Lebensmitteln und Stärke bzw. Getreide verursacht z. B. bei der Speichel-Amylase, die für die Verdauung von Mehrfachzucker zuständig ist, eine Enzymblockade), ein Zuviel an Lebensmitteln, ein Zuviel an Wasser während der Mahlzeiten (hierdurch wird der Magensaft zu sehr verdünnt, worunter wiederum die Verdauung leidet); eine Nichteinhaltung von Verdauungszeiten (ein Verdauungsvorgang, der unterbrochen wird, erzeugt Dysbiosen); Essen zwischen den Mahlzeiten (ebenfalls eine Ursache von Dysbiosen); Essen bei Lärm oder zu wenig geeigneten Uhrzeiten (man sollte z. B. nicht zu spät abends essen); körperliche Aktivitäten, obwohl der Verdauungsvorgang noch nicht abgeschlossen ist…

Alle diese Beispiele können zu Dysbiosen bzw. zu einem Ungleichgewicht der Darmflora führen. Sich für seine Verdauung zu interessieren ist also sehr wichtig!

 

Individuelle Faktoren sind:

Blut, Plasma, Lymphe, Zustand der Organe, Instertitialflüssigkeit (Gewebsflüssigkeit) sowie die Lebensweise des Einzelnen.

Beispiele:

Wer empfindliche Därme hat, deren Schleimhäute entzündet sind, verträgt (je nach Grad der Entzündung) Rohkost schlecht. Dies ist auch der Fall bei Menschen mit einer eher trägen Verdauung. Solche Personen sollten also auf Rohkost verzichten, bis sich dies verändert hat.  

Menschen, die von einer starken Candidose betroffen sind, also in den Därmen zu viele Pilze haben, sollten nur wenig Zucker zu sich nehmen, da sich die Situation sonst verschlechtern kann.

Chronischer Stress und Acidose begünstigen einen verstärkten Abbau von Gewebe, Zellen und Nervensystem. Beides erhöht den Bedarf an Aminosäuren sowie an Fettsäuren, wie z. B. EPA und DHA.
Leiden Personen nicht nur unter chronischem Stress, sondern auch unter einem schlecht funktionierenden Verdauungssystem, sollten sie nicht unbedingt auf Proteine pflanzlichen Ursprungs setzen.
Aminosäuren pflanzlichen Ursprungs unterscheiden sich stark von denen tierischen Ursprungs, da sie sich in einer Art Schutzhülle (einer Membran aus Zellulose) befinden. Aminosäuren tierischen Ursprungs weisen dagegen eine höhere Bioverfügbarkeit auf. Eine Person mit großen Verdauungsschwierigkeiten wird es nicht schaffen, Pflanzen die Gesamtheit ihrer Aminosäuren zu entziehen, was dann wiederum zu Mangelerscheinungen führt.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Aminosäuren tierischen Ursprungs besser sind als Aminosäuren pflanzlichen Ursprungs. Letztere machen jedoch eine größere Verdauungsleistung nötig als tierische Proteine.

Wer extrem poröse Därme hat, kann glutenhaltiges Getreide, wie Weizen, Roggen, Hafer usw., nicht essen. Andernfalls kann es zu einem emotionalen Ungleichgewicht kommen.

Wer unter einer schlechten Sauerstoffversorgung der Lunge leidet, sollte nur säurearmes Obst essen und anderes meiden. Schwache Säuren wirken sich nämlich auf die Lunge aus. Befolgt man dies nicht, kann es zu einer Übersäuerung des Organismus kommen.
Ernährung sollte sich also immer nach den individuellen Voraussetzungen richten.

 

Ein dritter Faktor sind die Lebensmittel selbst.

Im Rahmen einer veganen Ernährungsweise kommt es bei der Wahl der Lebensmittel häufig zu Irrtümern.

Wenn man zu viele Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index isst, kann dies zu einer Störung der Bauchspeicheldrüse führen. Dies wiederum ist die Ursache für Krankheiten wie Diabetes. Ferner sind Kreislaufprobleme möglich.
Wer als Veganer hauptsächlich auf Produkte aus der Industrie und damit auf viel Chemie setzt, belastet seinen Körper. Unser Organismus ist nicht dafür da, tote Lebensmittel ohne Enzyme und voller giftiger Moleküle zu essen! Beispiel: Transformierter Basmati-Reis, d. h., Reis, der über keine Cellulosemembran mehr verfügt, hat einen höheren glykämischen Index als Vollkornreis, der nicht transformiert ist und seine Membran noch hat. Dies liegt daran, dass die Fasern noch vorhanden sind und daher einen Großteil der Kohlenhydrate absorbieren können.

Unser Körper braucht frische, nicht verarbeitete Lebensmittel, also Obst und Gemüse. Wenn wir ihn nur mit verarbeiteten Lebensmitteln ernähren, dürfen wir uns über Mangelerscheinungen und Probleme nicht wundern.

Sehr wichtig ist außerdem die Qualität der Lebensmittel. Was Obst und Gemüse betrifft, sollten wir uns für biologisch erzeugte Lebensmittel mit vielen Nährstoffen entscheiden.

Je nachdem, was man als Veganer isst und ob diese Lebensmittel auf den eigenen Körper abgestellt sind, kann eine vegane Ernährung sehr gesundheitsfördernd sein.

 

Der vierte Punkt ist unsere Einstellung.  

Im letzten Abschnitt meines Artikels möchte ich mich zur starren, wenig flexiblen Einstellung äußern, die man bei manchen Veganern beobachten kann.

Eine solche Einstellung trifft bei anderen Menschen häufig auf Unverständnis und kann so für einen selbst zu einem großen Stress werden.
Stress aber führt zu einer Überproduktion von Kortisol, wodurch es wiederum zu einer Übersäuerung des Organismus oder aber zu einem hohen Blutzuckerspiegel kommen kann. (Bei Kortisol handelt es sich um ein Hormon mit einer blutzuckersteigernden Wirkung.)
Kommt es zu einer verstärkten Erzeugung von Kortisol, beeinflusst dies außerdem die Produktion anderer Hormone, beispielsweise Schilddrüsenhormone. Schilddrüsenfehlfunktionen sind die Folge.

Starre, dogmatische Einstellungen isolieren ferner und verhindern soziale Kontakte und Beziehungen zu anderen Menschen, was sich natürlich auf den Gesundheitszustand des Einzelnen auswirkt.

Einsamkeit macht uns nicht nur krank, sie bringt uns um. Das Sterblichkeitsrisiko von einsamen Menschen ist in etwa genauso hoch wie das von Rauchern. Einsamkeit ist ferner zweimal gefährlicher als Übergewicht.

Soziale Isolation fährt das Immunsystem herunter und erhöht Entzündungen, was wiederum zu Arthritis, zu Typ-2-Diabetes sowie zu Herzerkrankungen führen kann. Einsamkeit bricht Herzen…

 

ZUSAMMENFASSUNG:

Obwohl ich in diesem Artikel nur wenige Punkte ansprechen und nur einige Beispiele angeben konnte, wird doch deutlich, dass man nicht so pauschal sagen kann, dass es gut oder schlecht ist, sich vegan zu ernähren. (Dies trifft im Übrigen auch auf andere Ernährungsweisen zu.)

Ob wir durch eine vegane Ernährung gesünder oder kränker werden, hängt von unserer Art zu essen, von den Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen, von eventuellen Vorerkrankungen sowie davon ab, ob wir unsere Verdauung respektieren oder nicht.

Wenn es zu gesundheitlichen Problemen kommt, dann liegt das nicht an einem Ernährungsstil. Der Ernährungsstil ist auch nicht entscheidend, wenn man gesünder werden will. Wichtig sind vielmehr die vorher erwähnten Punkte und die konkrete Umsetzung des Ernährungsstils.

Bevor man sich für eine bestimmte Ernährung entscheidet, sollte man daher seinen Körper kennen und bestimmte Dinge über das Funktionieren des menschlichen Körpers wissen.

Danke fürs Lesen!

Euer Eatman – Anhänger der Permakultur und Lebensberater

Karen Ranzi ist Referentin, Coach für Rohkost-Ernährung, Rohkost-Chefköchin, Logopädin und Autorin des Buches Creating Healthy Children: Through Attachment Parenting and Raw Foods.

Würden Sie uns den Verlauf Ihrer Ernährungsweise schildern?

Ich begann 1994 roh zu essen, als mein Sohn noch ein Baby war und an Asthma, chronischen HNO-Infektionen und Nahrungsmittelallergien litt. Nachdem ich mehrere Ärzte aufgesucht hatte, und zwar sowohl Schulmediziner als auch Alternativmediziner, dachte ich an meine Großmutter und daran, wie sie ein paar Jahrzehnte zuvor geheilt war.

Meine Großmutter väterlicherseits, Célia, war in den frühen 1920er Jahren sehr schwer an Asthma und an einem Emphysem erkrankt. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert und die Ärzte gaben ihr nur sechs Monate Zeit zu leben …

Einer ihrer Brüder schrieb ihr und riet ihr, Vegetarierin zu werden und sich nach und nach auf die Ernährung mit Obst und Gemüse umzustellen. Sie las gleichzeitig das Buch von Arnold Ehret The Mucusless Diet Healing System und schlug den Weg des Überlebens und der Gesundheit ein. Meine Großmutter Célia überraschte alle Ärzte damit, dass sie weitere 45 Jahre lebte.

Meine Mutter hatte meinem Vater anfangs versprochen, uns als Vegetarier aufzuziehen, aber da sie nicht daran glaubte und Angst vor Mangelerscheinungen hatte, gab sie uns Fleisch und viele gekochte Lebensmittel. Ich war als Kind oft krank und nahm häufig Medikamente ein.

Es gab viele Diskussionen rund um Essen und Medizin zwischen meiner Mutter und meiner Großmutter. Unter vier Augen riet mir meine Großmutter, keine Tiere zu essen, sondern vor allem Obst und Gemüse. Als ich acht Jahre alt war, wirkten sie und mein Vater exzentrisch und sogar fanatisch auf mich, weil sie anders aßen, nie zum Arzt gingen, nie Medikamente nahmen und sehr spezielle Vorstellungen von der Funktionsweise des Körpers hatten. Sie hatten außerdem einen ausgeprägten Respekt vor Tieren und der Natur, den niemand sonst zu haben schien.

Mit 17 Jahren wurde ich aus ethischen Gründen Vegetarierin, weil ich glaube, dass der Mensch nicht das Recht hat, Tiere zu töten und zu essen. Erst viel später, als mein zweites Kind krank wurde, machte ich mir Sorgen um den gesundheitlichen Aspekt. Nach drei Jahren erfolgloser Besuche bei verschiedenen Ärzten erinnerte ich mich an die Geschichten meiner Großmutter und begann, nach Erfahrungsberichten von Rohköstlern zu suchen. Ich fand einen Verein in Manhattan und dort bekam ich die Unterstützung, die ich brauchte, um den Anfang zu machen. Mein Sohn war damals drei Jahre alt und meine Tochter fünfeinhalb Jahre alt. Ich fing an, ihnen grüne Säfte, Smoothies, Obst, Gemüse, Nüsse und Kerne zu geben. Mein Sohn hat sich nach etwa 11 Monaten von seinen chronischen Krankheiten erholt. Es war eine unglaubliche und spektakuläre Heilung, die unser Leben völlig verändert hat.

Nach dieser Erfahrung wollte ich keine gekochten Lebensmittel mehr zu mir nehmen, also haben wir am Ende roh und vegan gegessen. Ich stand im Zentrum des Universums meiner Kinder und sie folgten meinem Beispiel, außer in den Ferien, wo sie manchmal gekochte Lebensmittel aßen.

Als Teenager mussten sie sich „anpassen“, sodass sich ihre Ernährungsgewohnheiten änderten, aber sie blieben stets Vegetarier. Nachdem meine Tochter an der Universität krank wurde, ist sie seitdem wieder Rohköstlerin geworden. Ich bin seit 1994 eine 100%ige Rohköstlerin und habe keinen Wunsch, anders zu leben.

Was empfehlen Sie für eine Schwangerschaft mit Rohkost und eine optimale Geburt? Für Stillen mit Rohkost?

Viele Frauen, auch Rohköstlerinnen, haben die Befürchtung, während der Schwangerschaft nicht ausreichend Proteine zu essen. Aber es gibt überhaupt keine Probleme wegen Proteinmangel!

Nach der Geburt sollten Sie Ihr Kind jedoch bis zum Ende des ersten Lebensjahres stillen, um zu gewährleisten, dass es alle Proteine und Fettsäuren bekommt, die es braucht. Auch Rohkost kann das Stillen nicht ersetzen.

Ich stehe in Kontakt mit Hebammen, die Rohkost-Schwangerschaften verfolgen, und ich bekomme immer mehr Feedback zu diesem Thema. Die Geburten dieser Frauen verlaufen in der Regel schneller und unkomplizierter.

Die Mutter muss in jeder Hinsicht auf sich selbst achten: körperlich, geistig und seelisch. Die Nahrung, die eine schwangere Frau zu sich nimmt, ist die Grundlage für die Gesundheit des zukünftigen Lebens. Was sie isst und fühlt hat Einfluss auf die Entwicklung des Kindes.

Ich empfehle keiner Frau, während ihrer Schwangerschaft zu 100 % auf Rohkost umzusteigen, denn die zuvor angesammelten und in der Lymphe abgelagerten Giftstoffe würden dann plötzlich wieder ins Blut zurückgeführt. Allerdings würde die Aufnahme von 70 bis 80 % Rohkost in Ergänzung mit gekochtem Gemüse eine gute Nährstoffzufuhr für die Mutter und das Baby gewährleisten.

Es ist wichtig, dass eine schwangere Roshköstlerin auf abwechslungsreiche Weise Obst, grünes Blattgemüse und sonstige Gemüse, Nüsse und Kerne (wenn möglich gekeimt) isst…. Algen können auch von Interesse sein. Smoothies und grüne Säfte sind hervorragend aufgrund ihrer Mineralstoffzufuhr und ich empfehle, sie jeden Tag zu trinken.

Bestimmte Arten der Rohkost-Ernährung sind nicht angemessen, und es ist wichtig zu wissen, dass nicht alle rohen Lebensmittel unter allen Umständen förderlich sind.

Ich rate ab von „rohen“ und zugleich raffinierten oder dehydrierten Produkten. Sie sind giftig und sollten nicht in Rezepten verwendet werden. Kakao ist ein Reizmittel, das nicht oder nur gelegentlich verwendet werden sollte.

Alle Vitamine, Mineralien, Fettsäuren, Proteine usw. sind in großen Mengen in Obst, Gemüse, Nüssen und Kernen enthalten. Obst liefert uns die meiste Energie und den Zucker, den wir wirklich zum Leben brauchen. Gemüse alkalisiert unseren Körper und vor allem grüne Blätter versorgen uns mit vielen Mineralien.

Ich empfehle zudem ein tägliches Trainingsprogramm. Dies ist kein guter Zeitpunkt, um ruhig sitzen zu bleiben! Ich sprang auf mein Trampolin und wanderte bis zum letzten Monat meiner Schwangerschaft. Sogar während des letzten Monats machte ich lange Spaziergänge, um mich zu stärken und mich auf die Geburt vorzubereiten.

Man muss auch genügend Schlaf bekommen, Zeit im Freien in der Sonne verbringen, Stress vermeiden und positive Beziehungen pflegen. Eine glückliche und ausgeglichene Beziehung zum Partner ist eines der wichtigsten Dinge für die Schwangerschaft, die Geburt und das spätere Familienleben.

Für die körperliche und seelische Gesundheit des Kindes empfehle ich das Stillen über einen längeren Zeitraum. Der Mensch ist ein Säugetier, das Zeit zum Wachstum braucht. Man sollte ein Jahr lang ausschließlich stillen und mindestens ein weiteres Jahr lang mit Beikost weiterhin stillen.

Als ich Rohköstlerin wurde, stillte ich noch mein zweites Kind. Ich hatte plötzlich einen Überfluss an Milch und hätte andere Babys mit ernähren können. Für die Stillzeit empfehle ich wasserreiche Lebensmittel wie Wassermelonen, Gurken und Kokoswasser, um die Milchproduktion zu steigern. Auch gekeimte Bockshornkleesamen sind sehr wirkungsvoll.

Feste Nahrung kann am Ende des ersten Jahres nach dem Geschmack und dem Zahnbestand des Kindes eingeführt werden. Ein Kind sollte nichts zu kauen bekommen, bis es genügend Zähne hat. Kinder, die zu früh mit dem Essen beginnen, entwickeln oft Allergien.

Zu Beginn ist es das Beste, wenn sie Mahlzeiten aus einer einzigen zuckerreichen Obstsorte essen, wie Banane, Birne, Mango, Pfirsich oder Melone, die in kleine Stücke geschnitten werden. Nach dem ersten Jahr empfehle ich die Einführung von grünem Blattgemüse für die Zufuhr von Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren. Wenn sie zu schwer zu kauen sind, können Sie sie als Saft zubereiten.

Wie kann man größere Kinder an lebendige Nahrung heranführen?

In diesem Bereich beobachte ich die deutlichste Verbesserung im Hinblick auf Gesundheit, Gewicht, Konzentration und Psyche. Ich konzentriere mich zunächst auf Zwischenmahlzeiten, indem ich industrielle Lebensmittel durch Obst und Gemüse mit etwas Sauce ersetze. Wenn Kinder dazu ermuntert werden können, Obst zu essen, das voller Ballaststoffe und Wasser ist, werden sie ihren Körper realkalisieren und ihren Darm regenerieren. Aber die Kinder werden die Vorteile nur dann wirklich spüren, wenn sie parallel dazu keine raffinierten oder industriellen Lebensmittel essen, die die Entgiftung behindern.

Kinder mögen Soßen und das ist eine gute Gelegenheit, sie dazu zu bringen, Gemüse zu essen. Ich habe etliche Kinder gesehen, die grünes Blattgemüse (Kohl, Salat, Spinat …) und andere Gemüse essen und dabei die Soßen einfach genießen!

Je mehr die Kinder rohes Obst und Gemüse essen, desto lieber mögen sie es. Das Ziel besteht darin, raffinierte, industrielle Lebensmittel und tierische Produkte zu streichen. Lassen Sie immer Obst und Gemüse in attraktiven Körben oder bunten Schalen zur Verfügung stehen, Kinder sind empfänglich für die Präsentation und bemerken schnell, welche Lebensmittel ihnen gut tun.

Als Lehrerin und Logopädin habe ich mit vielen Kindern gearbeitet, bei denen eine Aufmerksamkeitsstörung diagnostiziert wurde. Sie haben Probleme mit der Gegenwart, dem Denken, dem Zuhören und leiden aufgrund ihrer Hyperaktivität häufig an Konzentrationsschwäche. Ich habe oft festgestellt, dass bei überwachten Ernährungsumstellungen, insbesondere beim Verzicht auf industrielle und raffinierte Lebensmittel, die mit Zusatzstoffen wie Aspartam oder Glutamat beladen sind, eine Heilung möglich ist.

Bei diesen Kindern und bei Autisten habe ich wirklich deutliche Verbesserungen der Lernfähigkeit, der Konzentration, der Kommunikation und natürlich der allgemeinen Gesundheit beobachtet. Ihre Eltern haben die Wirksamkeit dieser Ernährungsweise miterlebt. Dies ist sicherlich eine bessere Methode als die Verabreichung von Medikamenten …

Ich mag lebendige Nahrung, ich habe immer viel Energie und ich könnte mir nicht vorstellen, wie vorher zu leben!

Rezepte

Eine köstliche Abwandlung eines Klassikers. Ohne Kichererbsen!      

Lassen Sie sich von diesem veganen Käsekuchen mit Erdbeeren, einer süßen  Leckerei, verführen, die verschiedene Nusssorten integriert.